Ernährung und Bewegung bei einem Irischen Wolfshund Welpen.

Bei den schnellwüchsigen Irischen Wolfshunden, spielen die Ernährung und Bewegung im Welpenalter eine große Rolle für die spätere Gesundheit. Bitte kaufen Sie sich keinen Irischen Wolfshund, wenn sie im ersten Stock wohnen. Das Treppensteigen schädigt die Gelenke bei so einer großen Hunderasse.

Erkrankungen des Bewegungsapparates bringen die Hunde leider schon, mit bis zu 50 Prozent, durch ihre Gene mit. Der Mensch, mit seinem Schönheitsidealen, trägt zum großen Teil schuld daran.

Bewegung der Welpen

Was aus den anderen 50 Prozent wird liegt dann an Ihnen. Bewegung und Erholung müssen im richtigen Verhältnis stehen. Welpen dürfen nicht Überlastet werden durch z.B.

    • wilde Zerr-spiele

    • zu hohes Springen

    • schnelles Laufen auf zu glatten oder harten Böden

    • Treppensteigen

    • Fahrradfahren mit dem Welpen

Das Training von Knochen und Bindegewebe braucht seine Zeit. Der Welpe weiß selber wie viel er verträgt, also puschen sie ihn nicht hoch wenn er anscheinend keine Lust mehr zum Spielen hat . Wenn er sich hinlegt und schläft, lassen sie ihn in Ruhe, auch wenn der kleine Kerl noch so süß dabei aussieht. Zuviel Bewegung schadet den noch nicht ausgewachsen Knochenaufbau. Sollte der kleine Irische Wolfshund nur auf seinem Schlafplatz liegen, und sich gar nicht bewegen wollen, ist natürlich auch irgend etwas nicht in Ordnung.

Spaziergänge mit dem Welpen

Viel neue Hundebesitzer meinen es nur zu gut bei den ersten Spaziergängen mit ihrem neuen Irischen Wolfshund. Der kleine Kerl ist ja auch schon so groß, und irgendwo hat man gelesen das die irischen Wolfshunde viel Bewegung brauchen. Lassen sie sich nicht durch die Größe des Welpen täuschen, Ragna war mit mit 11 Wochen schon 46 cm groß. Pro Lebensmonat sollte es 5 min Spaziergang reichen. Denken sie bitte daran das die Welpen bis zur völligen Erschöpfung ihrem Rudelführer hinterher laufen würden

Ein Irischer Wolfshund ist ca mit 2,5 Jahren ausgewachsen

Ernährung des Welpen

Eine unausgewogene Ernährung ist eine weitere Ursache für später auftretenden Erkrankungen des Bewegungsapparat. Unsere Züchterin hat uns extra darauf hingewiesen den Hund schlank zu halten, Übergewicht, bei einer eh so schnell wachsenden Rasse, belasten die Gelenke unnötig. Die Mahlzeiten sollten bis zum 6. Lebensmonat auf 3 Rationen verteilt werden, danach auf 2 Rationen.

Leider sind Hundehalter oft sehr Verunsichert, was die Fütterung in der Wachstumsphase angeht. Die Vielzahl der angebotenen Welpenfutter erledigen dann den Rest, und man weiß gar nicht mehr was man nun Füttern soll. Dazu kommen noch diverse Futter Zusatzmittel und wir sind vollkommen verwirrt. Gerade bei den Riesenrassen, wie dem Irischen Wolfshund, hat eine Nährstoff über- oder -unterversorgung Einfluss auf die Entwicklung des Bewegungsapparates.

Eine statistische Untersuchung aus dem Jahre 1998 des Lehrstuhls für Tierernährung und Diätetik (Dobenecker et al.,ergab:

  • Überversorgung mit Energie (insgesamt 56 % der Fälle)

  • Überversorgung mit Calcium (insgesamt 54 % der Fälle)

  • Unterversorgung mit Calcium (insgesamt 18 % der Fälle)

Die folgende Textausschnitte entstammen:

http://www.lohmann-information.com/content/l_i_3_99_artikel5.pdf

 

Viele Hundehalter machen also trotz bester Absichten Fehler in der Fütterung ihrer Welpen und Junghunde. So wurde nicht einer der Hunde mit Störungen der Skelettentwicklung optimal, d.h. entsprechend seinem Bedarf ernährt!

Überversorgung mit Calzium des Irischen Wolfshundwelpen

Zunächst erstaunlich wirkt es auch, dass es selbst in solchen Fällen zu massiven Fehlversorgungen kam, in denen mehr als die Hälfte des täglichen Energiebedarfs über kommerzielle Produkte gedeckt wurde (ca. 3/4 der hier untersuchten Fälle). Allerdings zeigte sich, dass viele der Besitzer mit verschiedenen Futtermitteln und Ergänzungsprodukten “experimentieren”, offensichtlich besonders während der Aufzuchtphase. So wurde kaum ein Hund mit Störungen der Skelettentwicklung ausschließlich mit einem einzigen Futtermittel ernährt. Im Gegenteil, es wurde beispielsweise eine großzügige Supplementierung mit (vitaminierten) Mineralfuttermitteln vorgenommen, auch wenn ein Alleinfutter oder Spezialfutter zur Aufzucht gegeben wurde. Die Bezeichnung solcher Produkte als knochenstärkendes” “Aufbaupulver” “für die Gelenke” o. ä. macht deutlich, dass Unklarheit über die korrekte Anwendung konzentrierter Ergänzungsfuttermittel besteht. Aufgrund mangelhafter Anwendungshinweise oder dem Irrglauben “viel hilft viel” kommt es so zum Teil zu extremen Überversorgungen mit Mineralstoffen und Vitaminen, die oftmals ein Vielfaches des Bedarfs betragen. In den hier beschriebenen Fällen aus der Ernährungsberatung bekamen immerhin 61 % der Hunde mit Störungen der Skelettentwicklung jeden Tag viel zu viel Calcium

Unterversorgung mit Calzium des Welpen

Bei der statistischen Aufarbeitung der Fälle mit Störungen der Skelettentwicklung wurde immerhin bei jedem fünften Hund (20 % der hier untersuchten Fälle) eine deutliche Unterversorgung mit Calcium festgestellt. Hier wurde in der Regel selber für den Hund gekocht. Dabei wurde entweder die zwingende Notwendigkeit für ein Ergänzungsfuttermittel (vitaminiertes Mineralfutter) überhaupt nicht realisiert oder aber mit vermeintlich mineralstoffreichen Futtermitteln der Versuch einer Supplementierung unternommen. So werden beispielsweise Milch, Milchprodukte oder grüner Pansen sowie Mineralstoffprodukte für den Humanbereich verwendet. Aus diesen Quellen kann jedoch der hohe Bedarf eines wachsenden Hundes nicht gedeckt werden, da hierzu (wenn überhaupt möglich) unrealistisch hohe Mengen verfüttert werden müssten.

An dieser Stelle sei auch nochmals betont, dass die Gabe von Knochen an Hunde nicht zu empfehlen ist. Erstens kann Knochen aufgrund seiner Zusammensetzung nur in den seltensten Fällen ein passendes Ergänzungsfuttermittel ersetzen. Bei Verfütterung von Knochen an Hunde mit einer ansonsten bedarfsdeckenden und ausgewogenen Ernährung kommt es zu einer massiven Überversorgung mit Calcium und Phosphor. Zweitens bestehen erhebliche gesundheitliche Risiken (Obstipation, Verletzungen).

Überversorgung mit Energie des Irischen Wolfshundwelpen

Last but not least soll der am häufigsten festgestellte Fütterungsfehler abgehandelt werden, die Überversorgung mit Energie, d.h. eine zu schnelle Aufzucht. Der Grund ist oftmals die Bereitstellung des Futters zur freien Aufnahme, in der Annahme, man könne einen wachsenden Hund nicht überfüttern. Andererseits werden auch Herstellerempfehlungen zur Futtermenge befolgt, welche für viele Hunde zu hoch sind. Hier spielt einmal die Rassezugehörigkeit eine

Rolle (ruhige Tiere mit geringer Bewegungsaktivität, gute Futterverwerter”); auf der anderen Seite weisen einzeln in der Wohnung gehaltene Hunde in der Regel einen niedrigeren Energiebedarf auf als in Gruppen gehaltene Zwingerhunde. Da Bedarfszahlen für Energie an letzteren ermittelt wurden, ergibt sich für eine große Zahl von Einzeltieren eine Überschätzung des Bedarfs. Ein weiterer Punkt darf allerdings auch nicht außer acht gelassen werden: die

tägliche Energieaufnahme über Belohnungen (Erziehungsarbeit, Training), Snacks, Leckerlis sowie Knabbereien (getrockneter Pansen, Schweineohren o.ä.). Die meisten Produkte für diese Zwecke weisen einen enormen Energiegehalt auf, sind sozusagen wahre Kalorienbomben. Bei

der Frage nach der täglichen Futtermenge werden diese Kleinigkeiten” meist vergessen oder unterschlagen, sie müssen aber unbedingt mit in die Ration einkalkuliert werden! Die Folgen einer übermäßigen Energiezufuhr werden oftmals unterschätzt oder bleiben sogar unerkannt. Grund hierfür ist, dass die meisten wachsenden Hunde die überschüssige Energie nicht als Fettpolster ansetzen, sondern für ein stärkeres Wachstum nutzen. So schießen diese Hunde sozusagen in die Höhe und werden nicht rundlich; im Gegenteil, sie wirken oftmals eher großrahmig und mager. Dabei können die weichen, erst mäßig mineralisierten Knochen der

Gliedmaßen durch hohes Gewicht und stärkeren Muskelzug schnell überbeansprucht werden. Alleine oder auch als ein Faktor in Verbindung mit genetischer Disposition, Traumen und anderen Umweltfaktoren können so Störungen der Skelettentwicklung initialisiert werden.

Tabelle 1:

Empfehlungen zur Gewichtsentwicklung [% des Erwachsenengewichtes bzw. kg bei angegebenem Gewicht adult]

Alter

ende des Monats

Große Rassen

erwachsen ca. 35 Kg

Riesenrassen

erwachsen ca. 60 Kg

                 %                                 Kg                 %                              Kg
2

20

7

14

8

3

35

12

26

15

4

48

17

38

23

5

49

29

6

65

23

59

35

12

85

30

80

48

nach Meyer, 1990; Meyer und Zentek, 1992

 

Ende der Textausschnitte http://www.lohmann-information.com/content/l_i_3_99_artikel5.pdf

Ich habe nicht den Kompletten Text des Dokuments hier eingefügt, sondern nur die mir wichtig erscheinenden Passagen. Wenn sie den vollständigen Artikel Lesen wollen klicken sie bitte hier.

Das war jetzt ein Haufen an Information, aber auf meiner suche nach Informationen im Internet, bin ich auf so viele widersprüchliche Aussagen getroffen, dass ich nach 2 Tagen Recherche, nicht ein bisschen schlauer war, wie am Anfang.

 

Im großem und ganzen verstehe ich diesen Artikel so:

  • In Welpenfutter sind die Inhaltsstoffe in ausgewogenem Verhältnis vorhanden, und ein Zufüttern mit Nahrungsergänzungsmittel kann zu Problemen führen.
  • Nicht vergessen die Täglichen Leckelies in den Futterbedarf mit einzurechnen
  • Beim selber zubereiten von Welpenfutter kommt man nicht ohne Zusatzmittel aus
  • Das Gewicht des Welpen Wöchentlich kontrollieren und mit Vergleichstabellen des irischen Wolfshund vergleichen.
  • Auf die Futtermenge achten und nicht ständig Futter vorhalten

 

Ich hoffe das ich durch das einfügen der Textausschnitte dieses Artikels von :

Britta Dobenecker, Dr. med. vet.

  • studierte Tiermedizin an der Tierärztlichen Hochschule Hannover

  • Ihre Dissertation fertigte sie am Institut für Tierernährung und am Institut für Physiologische Chemie der Tierärztlichen Hochschule Hannover an

  • 1993 begann sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Physiologie, Physiologische Chemie und Tierernährung der Tierärztlichen Fakultät der Ludwig Maximilians Universität (LMU) in München

  • am Lehrstuhl für Tierernährung und Diätetik ist sie als Akademische Rätin tätig

  • Schwerpunkt ihrer Forschungsarbeit liegt in der Ermittlung des Einflusses der Ernährung auf die Skelettentwicklung beim Hund, der Etablierung diagnostischer Verfahren zur Früherkennung fütterungsbedingter Entwicklungsstörungen des Skeletts sowie deren nutritiver Prophylaxe

  • ist Fachtierärztin für Tierernährung und Diätetik, Diplomate des European College of Veterinary and Comparative Nutrition (Dipl. ECVCN)

, weiterhelfen konnte.

Euer Volker